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News und Berichte

Einige interessante Fundstücke und Erfahrungsberichte, die ich im Lauf der Zeit zusammengetragen habe.

Reha: Wunsch- und Wahlrecht

veröffentlicht am 10.11.2011 um 18:04
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9.11.2011Reha: Wunsch- und Wahlrecht werden nur selten genutzt
LÜBECK (Biermann) - Seit rund zehn Jahren dürfen Patienten, die einen Antrag auf Rehabilitation stellen, bei der Wahl der Rehabilitationseinrichtung mitbestimmen. Doch was die Selbstbestimmung behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen stärken sollte, wird oft aus Mangel an Wissen und Interesse nicht umgesetzt. Dies ergab eine aktuelle Studie zur Bedeutung des Wunsch- und Wahlrechts für die medizinische Rehabilitation.
Wissenschaftler aus Lübeck, Kassel und Hannover hatten 71 Rehabilitanden zwischen 26 und 80 Jahren aus fünf Indikationsbereichen zu ihren Erfahrungen mit Rehaträgern und ihrem Wunsch- und Wahlrecht in Bezug auf die Rehaeinrichtung befragt.
Dabei zeigte sich, dass die Antragsteller in der Regel gar keine Informationen zum Wunsch- und Wahlrecht erhalten hatten, also gar nichts über ihr Mitbestimmungsrecht wussten. Oder ihre Anträge waren von nur vorgeblich vorhandenen Wunsch- und Wahlmöglichkeiten gekennzeichnet. Dieses mangelnde Mitspracherecht wurde von den Studienteilnehmern jedoch selten beanstandet.
Andererseits zeigte sich, dass den Studienteilnehmern die Wahl der Einrichtung weitgehend egal war, solange die Rehaleistung genehmigt wurde. Entsprechend hatten sich viele Befragte bei der Antragsstellung aus Mangel an Zeit und Informationen wenig Gedanken über eine Auswahl der Rehaeinrichtung gemacht. Den meisten Rehabilitanden fiel es entsprechend schwer, Auswahlkriterien zu nennen.
„Insgesamt ist der Wissensstand über das Wunsch- und Wahlrecht bei den Betroffenen eher gering. Dies erschwert seine Umsetzung erheblich“, schlussfolgern die Wissenschaftler. Rehaträger sollten Antragsteller deshalb besser über ihr Wunsch- und Wahlrecht aufklären und sie so mit Informationen versorgen, dass sie Auswahlentscheidungen treffen können, fordern die Autoren. Doch auch die Rehabilitanden, die ja generell eine aktive Rolle im Rehaprozess spielen sollen, müssten sich stärker bei der Auswahl der Einrichtung engagieren.
Quelle: Rehabilitation 2011, 50(4): 244-250
 

zuletzt geändert am: 10.11.2011 um 18:05

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