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Interferon kann kognitiven Beeinträchtigungen bessern |
| veröffentlicht am 09.03.2010 um 20:01 |
Interferon-Therapie könnte auch vor kognitiven Beeinträchtigungen schützen.
Eine immunmodulierende Therapie mit subkutan verabreichtem Interferon beta-1a (IFN beta-1a) scheint nicht nur die Schubrate von MS-Patienten zu verringern, sondern auch deren kognitiven Fähigkeiten zu verbessern. Das haben italienische Wissenschaftler herausgefunden.
Sie hatten 459 Patienten mit schubförmig remittierender MS im Alter zwischen 18 und 50 Jahren für bis zu drei Jahre beobachtet. Alle Patienten erhielten eine IFN-beta-1a-Therapie, die aufgrund der Krankheitsmerkmale unterschiedlich dosiert war. Bei allen Teilnehmern führten die Wissenschaftler zu Studienbeginn und am Ende neurologische und neuropsychologische Untersuchungen durch.
Dabei zeigte sich, dass Patienten, die die höhere Dosierung erhielten, ein um 32 Prozent verringertes Risiko hatten, während der dreijährigen Studie kognitive Einschränkungen zu entwickeln.
Nach drei Jahren war der Anteil der Patienten mit geistigen Beeinträchtigungen in der niedrig dosierten Gruppe leicht von 23,5 Prozent zu Studienbeginn auf 24,8 Prozent angestiegen. In der hochdosierten Gruppe war der Anteil mit 15,2 Prozent stabil geblieben. Der Anteil der Patienten mit Einschränkungen war nach drei Jahren in der niedrig dosierten Gruppe deutlich höher als in der hoch dosierten Gruppe, auch wenn dieser Trend bereits vor Studienbeginn erkennbar war.
Diese Ergebnisse deuteten darauf hin, dass IFN beta-1a die kognitiven Fähigkeiten mittelschwer behinderter MS-Patienten dosisabhängig positiv beeinflussen könnte, und könnten somit die frühe Aufnahme einer hoch dosierten Therapie unterstützen, schlussfolgern die Autoren.
Quelle: Multiple Sclerosis, 7.12.2009 (doi:10.1177/1352458509350309)
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zuletzt geändert am: 09.03.2010 um 20:04
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