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Augenuntersuchungen verbessern Früherkennung der MS |
| veröffentlicht am 21.11.2011 um 19:12 |
16.11.2011Augenuntersuchungen verbessern Früherkennung der MS
BERLIN (Biermann) - Untersuchungen des Auges sollen künftig die Diagnose und Therapie neurodegenerativer Erkrankungen verbessern. Denn die Netzhaut liefert schon früh Hinweise auf krankhafte Veränderungen des zentralen Nervensystems.
Wie die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) im Vorfeld ihres diesjährigen Kongresses berichtet, verändern sich Zellen und Zellbestandteile bei den meisten Krankheiten bereits viele Jahre vor dem Auftreten erster Symptome. „Moderne bildgebende Verfahren können solche Prozesse schon früh sichtbar machen“, erklärte Prof. Frank G. Holz, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn. Bislang kommen bildgebende Techniken vor allem bei Augenerkrankungen wie der altersabhängigen Makuladegeneration zum Einsatz.
Doch Untersuchungen der Netzhaut oder der Hornhaut können nach neuesten Erkenntnissen auch früh auf degenerative Erkrankungen des Nervensystems wie Multiple Sklerose hinweisen. So lassen sich mit modernen bildgebenden Verfahren wie der optischen Kohärenztomografie (OCT) die Nervenfasern der Netzhaut sehr gut abbilden und analysieren.
„Studien an MS-Patienten zeigen, dass sich so selbst minimale Verdünnungen der Nervenfasern in der Netzhaut präzise messen lassen“, berichtet Holz. „Damit könnte die OCT die Früherkennung der Krankheit künftig deutlich erleichtern. Zudem könnten Ärzte so den Erfolg einer Therapie oder den Nutzen neuer Medikamente besser beurteilen.“
Quelle: Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft, 14.09.2011
zuletzt geändert am: 21.11.2011 um 19:13
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